24. Oktober 2007

MusicMonster – Die angebliche Musik Flatrate

MusicMonster

Wie man aus Nichts Geld machen kann, zeigt MusicMonster. Diese Plattform ermöglicht es, gesuchte Titel einzugeben und diese dann bei Webradio Sendern mitschneiden zu lassen. Je nachdem, wann der Titel in einem Webradio gespielt wird, wird dieser dann aufgenommen und als MP3 Datei abgelegt, welche dann bequem mittels der MusicMonster Software auf dem PC abgerufen werden kann.

Die MusicMonster Musik Flatrate – Alte Technik neu verpackt

Diese Technik ist allerdings nicht neu und kostet zudem 8,95€ / Monat, was im Gegensatz zu echten Musikflatrates wie z.B. von Napster (ab 9,95€ / Monat) und Musicload (ab 8,95€ / Monat) schon recht teuer zu sein scheint. Hält man den Preis des Webradio Ripper Radiotracker von einmalig 29,- € dagegen, so scheinen 8,95€ erstrecht richtig teuer zu sein. Die Software erlaubt die Aufnahme gewünschter Titel aus Webradios, und funktioniert nach dem gleichem Prinzip wie MusicMonster, ist dagegen aber nur mit einmaligen Kosten verbunden. Ob das nun gut oder schlecht ist, ist eine andere Sache.

MusicMonster durch Webradio Aufnahme mit riesen Gewinnmarge

MusicMonster macht sich zu eigen, dass das Mitschneiden von Webradio Titeln nichts kostet, schlägt dann aber für den Mitschneide-Dienst voll zu und nutzt dadurch anscheinend, die im Gegensatz zu anderen Musik-Flatrate-Anbietern riesige Gewinnmarge. Leidtragender dabei ist selbstverständlich die Musikindustrie, da die Gema- & GVL-Gebühren bereits vom Webradio-Sender bezahlt wurden. Denn preiswerter als beim Mitschneiden von Webradios kommt man an kein Musikstück und MusicMonster lässt sich das auch noch gut bezahlen.

Zudem verkauft MusikMonster die angebliche Musik-Flatrate genau wie napster und Musicload ihre Musikflatrates verkaufen, was dem Kunden den Eindruck suggeriert, dass es sich um ein ähnliches Angebot handelt. Sollten sich solche Angebote durchsetzen gibt es nur einen Verlierer und das sind die Künstler, denn die GVL selbst, welche die Künstler vertritt, erhält gerade einmal € 0,0005 pro Titel durch die Webradios, den ein Hörer per Webradio-Ripper aufnimmt und sich anschließend auf CD brennt.

Mitschneiden von Webradio Inhalten bald verboten?

Selbstverständlich habe ich nichts dagegen, wenn sich jemand mit seinem Webradio-Ripper hinsetzt und sich seine Lieblingsmusik als MP3 aufnimmt. Genauso wie man früher seine Lieblingstitel mit dem Kassettendeck aus dem Radio aufgenommen hat. Aber man konnte seine Kassette früher nicht an eine Firma abgeben, mit dem Auftrag diese mit meiner Lieblingsmusik zu bespielen und das für 8,95€ im Monat, so oft man wollte. Die Technik ist aber heute soweit, dass dies vollautomatisiert funktioniert und das wird der Musikindustrie noch richtig weh tun, sollten solche Anbieter Gang und Gebe werden. Aber das wird mit Sicherheit nicht passieren. Am Ende wird der Leidtragende nicht der Künstler sein, sondern der Musikliebhaber, der ab und zu mal ein paar Lieder von seinem Webradio aufnehmen will. Denn auf Kurz oder lang wird die Aufnahme von Webradios verboten werden oder ein alternatives Gesetz mus her. Etwas anderes wird der Musikindustrie wohl nicht übrig bleiben. Das Aufnehmen von Webradios sollte erlaubt bleiben, aber bitte in einem gesundem Maß! Bei MusicMonster wird das Liedgut allerdings mehr als nur verramscht.

2 Kommentare

1. Albrecht schrieb am 23. November 2007 um 19:15

…entschuldige Mal aber ich sehe das anders. Du blechst bei jedem Rohling, den du kaufst, Internetradios zahlen Gebühren, alles kostet Geld dann will ich auch das Recht haben, mir eine Privatkopie zu machen und wenn Musicmonster mir dabei hilft, dass ich das nicht alles manuell machen und mich durch etliche GB Daten suchen muss, dann ist es mir die 8 Euro wert. Im übrigen hat Musicmonster den entscheidenden Vorteil, dass ich mit diesen MP3s keinerlei weitere Einschränkung hinnehmen muss (anders als bei z.B. NAPSTER – denn die Lieder kann ich nur hören, solange ich da fleissig zahle und Mitglied bleibe – nein Danke). Musikcmonster ist ne echte Alternative und ich begrüße das sehr…

Gruß

Albrecht

2. Albrecht schrieb am 23. November 2007 um 19:19

..ach noch etwas – whrend man bie Musikload und anderen so um die 1,20 Euro pro Song blechen darf, kann man bei Musicmonster unbegrenzt (eben Flat) aufnehmen – da relativiert sich so ein Preis schnell und dafür behalte ich meine Musik und kann innerhalb des geltenden Rechtes damit verfahren, wie ich mag- was leider nicht bei allen anderen Diensten der fall ist…

Das, was Musicmonster sich bezahlen lässt ist also das KNOW HOW und die Entwicklung der extrem kompfortablen Software und das ist absolut OK…

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