18. Oktober 2007

Flowcast – 100%ige Online Radio Streaming Automation

Flowcast Online Radio Streaming Automation

Im Dschungel der freien und kommerziellen Automations-Systeme für Online Radio tummeln sich einige Lösungen. Die wohl bekannteste ist SAM gefolgt von mAirList und letztendlich jeder Player mit Playlistfunktion . Doch ein neuer Stern tut sich anscheinend am Himmel auf: Flowcast, die 100%ige Online Radio Streaming Automation.

Flowcast ist eine Web-Anwendung die es dem Radiobetreiber ermöglichen soll, „Radio mit Plan“ machen zu können. Genauer gesagt soll damit eine 24/7 moderationsfreie Automation ermöglicht werden. Doch wie sieht es im Detail aus?

Flowcast TimetableWir durften schon Mal einen Blick hinter die Kulissen werfen und verraten euch vorweg schon mal ein paar spannende Infos zu dem Projekt.

Das System basiert auf Shoutcast und benötigt einen Unix-Server mit einem Apache sowie MySql und PHP. Viel, viel Plattenspeicher ist eine gesunde Basis, um die Masse an MP3-Files online verwalten zu können. Denn das Prinzip von Flowcast verfolgt ein Ziel: das Senden von daheim oder sonstwo soll Überflüssig werden. Der Server selbst soll den Stream produzieren.

Das Prinzip klingt nicht gerade spektakulär, denn einige Streaminganbieter bringen eine solche Lösung schon mit. Doch sind diese Lösungungen meist nur simple Krücken, um einen Liveausfall oder ein Nachtprogramm zu realisieren. In einem strengen Reihenfolge-Corsett dudeln lieblose Playlisten in so manchen Web-Radio vor sich hin.

Flowcast setzt da an, wo andere aufhören. Flowcast will Bewegung ins Spiel des Playliststreamings bringen. Flowcast bringt intelligente Playlists mit. Zum einen hilft das System, Sequenzwiederholungen zu vermeiden, zum anderen beeinflusst die Beliebtheit eines Tracks mit Hilfe des Zufalls, ob er gespielt wird, oder nicht. Dies ermöglicht ein erhebliches Maß an dynamik in der Rotation.

Doch was, wenn Werbung im Programm untergebracht werden muss, um den Sender zu finanzieren. Was, wenn Jingles gespielt werden müssen oder am Anfang einer Sendung der Sponsor oder ein Opener erklingen muss? Mit Flowcast wird das mit wenigen Handgriffen möglich gemacht. Man definiert einfach einen Titel als Opener, Jingle oder Spot und fügt sie zur Sendung hinzu. Geplant werden die Spots und Jingles mit einem seperaten Offset, aller wieviel Titel ein solcher gespielt werden soll. Was man sehr begrüßen kann.

Was das System aber vollendet, ist der vollkommen autonome Programmfahrplan, der Sendeplan. Mit Techniken aus gängigem Web 2.0 Anwendungen ist die Gestaltung des Sendeplans sehr intuitiv gehalten. Man plant nach Kalenderwoche, Wochentag, Stunde und Minute. Das System startet Sendungen zu der definierten Zeit. Ganz von selbst, fast wie von Geisterhand.

Flowcast PlaylistDoch was nützt ein solches System, wenn das Radio diese Infos nicht auf der Website darstellen kann? Recht wenig. Doch dafür gibt es Ajax-Ausgabeelemente wie Sendewoche und Tag, Sendung und DJ sowie der aktuelle Titel oder ein bestimmter Zeitpunkt in der Liste der gespielten Tracks. Die Ausgaben sollen mit CSS an das Design der eigenen Radio-Page angepasst werden können.

Da die Software permanent weiterentwickelt wird, stehen noch einige Funktionen auf dem Wunschzettel des Entwicklers und 30jährigen Spätstudenten Matthias Kallenbach. Seines Zeichens übrigens Software-Enwtickler für Online-Anwendungen, Designer und Musiker. Momentan vollendet er sein Studium an der Hochschule für Künste in Bremen. Sind wir gespannt, was passiert, wenn er damit fertig ist und sich zu 100% auf Flowcast stürzen kann.

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